Bandscheibenvorfall

Die Feldenkrais Methode® kann dazu beitragen, dass eine Genesung nach einem Bandscheibenvorfall rasch und effektiv erfolgt und unter Umständen eine Operation vermieden werden kann.


Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Die Wirbelsäule besteht aus Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben. Eine Bandscheibe (Discus) besteht aus einem Bindegewebsring und einem zentralen weichen Kern (Nucleus pulposus). Dieser ermöglicht die Beweglichkeit der Wirbelsäule und ist gleichzeitig ein wichtiger Stossdämpfer. Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal, der das Rückenmark und unter anderem die ihn versorgenden Blutgefässe enthält.

Ein Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) ist eine Verlagerung des weichen, geleeartigen Kerns durch eine Schwachstelle des Bindegewebsringes.

In der Hals- oder Brustwirbelsäule kann die heraustretende Bandscheibe gegen das Rückenmark oder gegen die Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelknochen vom Rückenmark ausgehen, drücken. In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen die einzelnen Nervenwurzeln oder die Nervenbündel im Wirbelkanal (den Pferdeschweif) drücken.

Ursachen eines Bandscheibenvorfalls
Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch eine Schwäche des Bindegeweberinges. Diese Schwäche führt zur Verlagerung des weichen geleeartigen Kernes, häufig geschieht dies in Zusammenhang mit Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule.
Ein Bandscheibenvorfall kann durch Fettleibigkeit und durch Schwangerschaft begünstigt werden.
Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen an der Lendenwirbelsäule vor und treten am häufigsten im Alter von 30 bis 50 Jahren auf. In der Halswirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle relativ selten auf und kommen eher im Alter von 40 bis 60 Jahren vor. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen.

Symptome bei einem Bandscheibenvorfall

Diagnose eines Bandscheibenvorfalls
Die Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äusserster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und klinischen Untersuchung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit feststellen, ob und zwischen welchen Wirbelknochen ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) kann die Diagnose bestätigen oder widerlegen. Welche Untersuchung in Frage kommt, beurteilt der Arzt von Fall zu Fall.

Therapiemöglichkeiten bei einem Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfälle werden in erster Linie konservativ, also ohne Operation, behandelt. Bei fortdauernden Symptomen allerdings kann ein chirurgischer Eingriff erwogen werden.
Die konservative Behandlung besteht aus kurzzeitiger Bettruhe. Zudem erhält der Patient milde Schmerzmittel und eine entsprechende Physiotherapie. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Feldenkrais Methode® als sehr geeignet und effektiv erwiesen.

Inwieweit eine Operation angebracht ist, entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten.
Die Kriterien dafür sind:

Bei Veränderungen der Symptome, bei fehlender Kontrolle der Blasenfunktion, zunehmender Lähmung oder Spasmen sollte man immer sofort einen Arzt aufsuchen.

Weiterführender Link zum Thema Bandscheibenvorfall.

Nach: netdoktor.de u.a.